Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung in besonders schwierigen Lebenslagen.
Besonders schwierige Lebenslagen können entstehen durch:
- Mehrfachbehinderungen - Psycho-soziale Anpassungsstörungen, die sich in selbstgefährdenden und/oder fremdverletzenden Verhaltensweisen äußern - Versorgung im häuslichen Bereich/Leben im familiären Verbund
Merkmale der drei Personenkreise:
- Intensiver Betreuungsbedarf, der in den individuellen Behinderungen jedes einzelnen liegt und der von den Betroffenen selbst aus eigenen Kräften nicht verringert/verändert und somit auch nicht verantwortet werden kann. - Mehrfachbehinderungen sind mit Mobilitätseinschränkungen verbunden. Dies zieht Erlebens- und Umwelterfahrungsbegrenzung nach sich. - Psychosoziale Anpassungsstörungen ziehen zum Schutz der eigenen Person, aber auch zum Schutz anderer, Freiheitseinschränkungen nach sich. Hierdurch werden die Erlebnis- und Umwelterfahrungen zusätzlich drastisch eingeschränkt. - Fehlende Aktivsprache führt zu Kommunikationseinschränkungen und erschwert die kognitive und soziale Entwicklung. - Überdauernde Versorgung durch Dritte im häuslichen Bereich schafft Abhängigkeiten (Verpflichtung, Mitleid, Dankbarkeit...) auf beiden Seiten.
Die Förderung kompensatorischer Angebote erscheint geboten:
- Bei freiheitsentziehenden Maßnahmen (geschlossene Unterbringung, unterbringungsähnliche Maßnahmen) - Zur Familienentlastung und Eröffnung neuer Perspektiven für Menschen mit und ohne Behinderung - Zur Erweiterung der Lebenserfahrung - Zur Erweiterung der Kommunikationsfähigkeiten - Zum Schutz potentieller Opfer (BewohnerInnen und MitarbeiterInnen) vor aggressiven MitbewohnerInnen in Wohngruppen der Behindertenhilfe.